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Energiepreise Langenthal – warum kostet Energie, was sie kostet?

Jede Tasse Kaffee, jeder Waschgang, jeder Fernsehabend zählt mit. Und einmal im Quartal landet sie im Briefkasten oder im E-Banking – die Rechnung. Man schaut kurz auf die Zahl, fragt sich vielleicht, ob das stimmt, und legt sie weg. Oder man hört im Radio, dass die Energiepreise wieder steigen. Oder das Thema ist plötzlich in der Tagesschau. Und dann fragt man sich: Was steckt eigentlich dahinter und was hat das mit meiner Rechnung zu tun?

Florian Oehen kauft die Energie für die Region Langenthal ein – Strom und Gas. Täglich. An internationalen Märkten, unter Unsicherheit, mit dem Ziel, dass Ihre Rechnung am Ende fair und stabil bleibt. Hier erklärt er, wie das funktioniert.

Florian Oehen, Leiter Energiewirtschaft

Er ist nicht derjenige, der die Leitungen verlegt oder den Zähler abliest. Er ist derjenige, der dafür sorgt, dass überhaupt Energie durch diese Leitungen fliesst, mit dem Ziel, dass die Preise in der Region fair und stabil sind.

Als Leiter Energiewirtschaft bei der IBL kauft Florian Oehen Strom und Gas ein. Nicht tageweise, sondern strategisch, mit Blick auf Monate und manchmal Jahre im Voraus. Ein Job, der sich seit der Energiekrise grundlegend verändert hat.

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Warum Ihr Energiepreis nicht in Langenthal entschieden wird

Strom und Gas kommen aus der Steckdose oder dem Hahn. Was dahinter steckt, beginnt weit ausserhalb der Region, an internationalen Energiebörsen, in Kraftwerken, in Pipelines, in politischen Entscheidungen.

Energiepreise entstehen nicht lokal. Sie sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, von Wetterbedingungen, von geopolitischen Entwicklungen und der Verfügbarkeit von Kraftwerken und Gaslieferungen in ganz Europa. Wenn in Frankreich viele Atomkraftwerke gleichzeitig gewartet werden, ein trockener Sommer die Wasserkraft drosselt oder die Gaslieferungen durch die Strasse von Hormus stocken, spürt das der gesamte Markt und damit auch die Region Langenthal.

«Für mich bedeutet das: Planen unter Unsicherheit. Denn Energie wird nicht einfach kurzfristig eingekauft. Ein grosser Teil wird über Monate oder Jahre im Voraus beschafft – mit dem Ziel, Preisschwankungen auszugleichen und eine möglichst stabile Versorgung sicherzustellen.»

Wir kaufen Energie nicht für heute – sondern für die nächsten Jahre

Strom kann nicht auf Vorrat gelagert werden. Was verbraucht wird, muss im richtigen Moment verfügbar sein. Das erfordert eine Strategie, die weit vorausdenkt. Die IBL beschafft Strom deshalb gestaffelt, in Tranchen, über Monate und Jahre verteilt. So lassen sich Risiken minimieren und Preisspitzen abfedern.

Beim Gas ist das etwas anders: Gas kann gespeichert werden und die Füllstände der europäischen Gasspeicher sind ein wichtiger Faktor für die Preisentwicklung. Trotzdem schwanken die Gaspreise am Markt quartalsweise und können kurzfristig stark reagieren. Deshalb legt die IBL die Gaspreise jeweils vor dem neuen Quartal fest und kommuniziert diese frühzeitig.

«Wann kaufen wir ein? In welchen Mengen? Und zu welchen Bedingungen? Das sind Entscheidungen, die oft lange im Voraus getroffen werden müssen – ohne zu wissen, wie sich der Markt genau entwickeln wird. Unser Ziel ist es, für unsere Kundinnen und Kunden möglichst stabile und faire Preise zu erreichen.»

Hohe Energiepreise sind für die IBL kein Geschäftsmodell

Viele fragen sich, ob die IBL von steigenden Energiepreisen profitiert. Die Antwort ist nein — aber sie verdient eine Erklärung.

Beim Strom sind die Spielregeln klar: Haushalte und kleinere Unternehmen sind an die Grundversorgung gebunden und können ihren Stromlieferanten nicht frei wählen. Im Gegenzug sind die Tarife streng reguliert. Sie müssen auf anrechenbaren Kosten basieren und werden von der ElCom jährlich überprüft. Überhöhte Tarife sind schlicht nicht zulässig.

Beim Gas gibt es keine vergleichbare Aufsichtsbehörde. Die IBL berechnet die Netznutzungsentgelte deshalb nach dem Branchenstandard NEMO und ist dafür zertifiziert. Die Energiepreise werden quartalsweise auf Basis der tatsächlichen Beschaffungskosten festgelegt und frühzeitig kommuniziert.

«Die IBL kann die Marktpreise nicht steuern. Ihre Aufgabe ist es, Energie vorausschauend zu beschaffen und die Auswirkungen für die Region so gut wie möglich abzufedern.»

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Gut zu wissen

Sie wissen nun, wie die IBL Energie beschafft. Das erklärt einen grossen Teil Ihrer Rechnung, aber nicht alles. Auch Netzkosten und gesetzliche Abgaben spielen eine Rolle. Was genau dahintersteckt, erfahren Sie auf den Detailseiten zu Strom und Gas.

 

Was steckt hinter Ihrem Energiepreis?

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Mehr zum Strompreis

Wie setzt sich Ihr Strompreis zusammen und wer bestimmt was? Alle Antworten, einfach erklärt.

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Mehr zum Gaspreis

Wie setzt sich Ihr Gaspreis zusammen und was beeinflusst ihn? Alle Antworten, einfach erklärt.

Informationsabend «Warum kostet Energie, was sie kostet?»

Stellen Sie Ihre Fragen direkt: Sie haben gerade gelesen, wie Florian Oehen und sein Team die Energiepreise für die Region Langenthal sichern.

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Am Informationsabend erfahren Sie, wie sich die Strom- und Gaspreise zusammensetzen und welche Faktoren sie beeinflussen. Unsere Fachpersonen erklären die Hintergründe verständlich und zeigen auf, weshalb sich die Preise verändern können.

  • Wann: Donnerstag, 24. September 2026
  • Wo: Grüne Halle in Langenthal

Programm:

  • 18.00 Uhr – Türöffnung und Eintreffen der Gäste
  • 18.30 Uhr – Begrüssung und Referate
  • 19.30 Uhr – Fragerunde und offener Dialog
  • 19.45 Uhr – Apéro und persönlicher Austausch
  • ca. 21.00 Uhr – Ende der Veranstaltung

Die Plätze sind beschränkt, melden Sie sich frühzeitig an. Melden Sie sich ganz einfach im nächsten Abschnitt an.

 

Jetzt Platz sichern.

Die Teilnahme ist kostenlos. Melden Sie sich bis zum 4. September 2026 an. Die Teilnehmerzahl ist bewusst begrenzt, damit genügend Zeit für Ihre Fragen und den persönlichen Austausch bleibt.

Aktuelle Lage am Energiemarkt

Was in der Welt passiert, landet früher oder später auf Ihrer Rechnung. Ein aktuelles Beispiel: die Strasse von Hormus. Durch diese enge Meerenge fliesst ein grosser Teil des weltweiten Erdgases – und wenn dort die Spannungen steigen, reagieren die Energiemärkte sofort. Auch in der Schweiz.

Was das konkret bedeutet – und wie die IBL die Gasversorgung für die Region sicherstellt.

mehr erfahren

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IBL Verantwortung im Oberaargau

Die IBL - Energie fürs Leben im Oberaargau

Erfahren Sie mehr über die IB Langenthal AG, unsere Aufgaben als regionale Energieversorgerin und wie wir Verantwortung für die Versorgung im Oberaargau übernehmen.

Arbeiten für die Energieversorgung

Hinter der Energieversorgung stehen Menschen mit Fachwissen und Engagement. Lernen Sie die Berufe bei der IBL kennen.

Ihre Verantwortung: Energie bewusst nutzen

Auch im Alltag können wir alle einen Beitrag leisten. Entdecken Sie einfache Tipps, mit denen Sie Ihren Verbrauch nachhaltig reduzieren und gleichzeitig Ihr Budget entlasten.