«Meine Arbeit in dieser Region, für die Menschen, die hier leben.»
Netzwerkerin – Luzia Carissimi über ihre Arbeit als Projektleiterin Netzplanung bei der IBL
Irgendwo steht ein Kraftwerk, von dort gelangt der Strom direkt in meine Steckdose: So einfach geht das, denkt manch einer. In der Praxis ist natürlich alles ein bisschen komplizierter. Viele Immobilienbesitzer produzieren inzwischen sogar selbst Strom, mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zum Beispiel. Und die Zahl der Geräte, die ohne Strom nicht funktioniert, steigt ständig.
Wahnsinn, was da allein in den letzten drei Jahren gegangen ist! Schauen Sie sich nur mal um in Ihrer Stube, in der Küche, im Schlafzimmer. Zwei Hände werden kaum ausreichen, um all die Apparate, Endgeräte und Installationen zu zählen, denen ohne Strom rasch der Pfuus ausgeht. E-Mobilität und Homeoffice noch nicht einmal mitberücksichtigt.
Zwischen allen Anspruchsgruppen
Wir können noch so viel Strom sparen – der Bedarf wird kaum sinken in den nächsten Jahren. Das stellt uns als Grundversorgerin vor grosse Herausforderungen, erfordert aber auch von den Gemeinden enorme Anstrengungen, damit bestehende wie neue Liegenschaften und Quartiere zuverlässig mit Strom versorgt werden können.
Hier komme ich ins Spiel: Als Projektleiterin Netzplanung wirke ich an den Schnittstellen von Kommunen und ihrer Erschliessungspflicht, der Grundversorgerin IBL sowie den Endkunden, den Liegenschaftsbesitzern und Hausbewohnern also.
Planen, koordinieren, umsetzen
Gerade für die Gemeinden mit ihren beschränkten personellen Ressourcen ist es nicht immer einfach, die Netzplanung selbst zu managen.
Ich weiss, was es braucht, um die Versorgung mit Strom heute und in Zukunft sicherzustellen. Ich plane, budgetierte, verhandle, initiiere, begleite und realisiere den Unterhalt bestehender und den Bau neuer Anschlüsse.
Wenn immer möglich, werden die Arbeiten koordiniert ausgeführt. Das heisst, ich kontaktiere Hauseigentümer und andere Werke wie die Swisscom, Fernsehanbieter oder Wasserversorger, um zu klären, ob an gleicher Stelle sowieso demnächst Arbeiten anstehen. Dann muss die Strasse oder der Platz für verschiedene Vorhaben nur einmal aufgerissen werden.
Wenn Bauarbeiten zum Thema werden
Sowieso: die Bauarbeiten, die gesperrten Strassen, die Umfahrungen, die Emissionen – sie sind nicht selten ein Reizthema. Insbesondere für all jene, die keinen direkten Nutzen in der Erneuerung einer Leitung erkennen können, weil sie vielleicht vier Häuser weiter von der neu erschlossenen Liegenschaft wohnen.
Da helfen nur das Gespräch und das Aufzeigen von Zusammenhängen. Einzelne Anschlüsse sind nämlich stets Teil eines weitverzweigten Netzes, man muss also immer ganze Abschnitte erneuern und zusätzliche je nach Situation eine neue Trafostation oder eine zusätzliche Verteilkabine installieren.
Im Gegenzug steigern wir damit aber auch die Versorgungssicherheit des langjährigen Kunden. Es verhält sich vielleicht wie mit einem Rasenmäher: Der mag als Ganzes zwar wunderbar laufen, aber die Messer, die haben sich mit der Zeit abgenützt, die Effizienz leidet. Also ist ein Schleifservice oder ein neues Messer sicherlich nicht die schlechteste Investition im Hinblick auf die Lebensdauer. «Energie fürs Leben» – das ist für uns von der IBL nicht bloss eine Floskel, sondern ein Grundsatz.
Energie für den Alltag – und fürs Leben
Was meine persönliche Energie fürs Leben ist? Sicher meine Familie, mein Umfeld, aber auch meine Arbeit in dieser Region, für die Menschen, die hier leben.
Das fordert mich, macht mir aber auch unheimlich viel Spass.
Bei Projekten, die teilweise bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen, brauchst du langanhaltende Power. Eine unkontrollierte Schnellentladung liegt da sicher nicht drin.
Unterwegs mit Luzia Carissimi
Ein Tipp von Luzia Carissimi
Arbeiten am Stromnetz werden in der Regel frühzeitig angekündigt. Überlegen Sie als Gemeinde oder Liegenschaftsbesitzende, ob Sie im Zuge dessen sowieso anstehende Projekte terminlich koordiniert ausführen wollen, zum Beispiel Wasserleitungen erneuern oder Photovoltaik-Anlagen installieren. Das spart Nerven und Geld.
Fragen zur Planung unserer Stromnetze in Langenthal
Ein neues Stromnetz entsteht in mehreren Schritten: Zuerst werden die Gegebenheiten vor Ort erfasst, danach die Leitungen geplant und berechnet. Anschliessend werden die Bauarbeiten koordiniert und umgesetzt, damit Haushalte und Betriebe zuverlässig mit Strom versorgt werden können.
Damit Strom jederzeit zuverlässig verfügbar ist, müssen Leitungen, Kapazitäten und zukünftige Entwicklungen frühzeitig berücksichtigt werden. Eine gute Planung verhindert Engpässe und sorgt dafür, dass auch neue Quartiere sicher versorgt werden können.
Neue Gebäude und Quartiere werden frühzeitig in die Netzplanung integriert. Dabei wird berechnet, wie viel Energie benötigt wird und wie das bestehende Netz erweitert oder angepasst werden muss.
Bevor gebaut wird, werden die Leitungen vor Ort genau markiert. So können Bauarbeiten präzise umgesetzt werden und bestehende Infrastrukturen geschützt bleiben.
Das Netz wird laufend überprüft, berechnet und weiterentwickelt. Neue Technologien, steigender Energiebedarf und Themen wie E-Mobilität oder Photovoltaik werden dabei bereits heute berücksichtigt.
Sie plant und koordiniert den Ausbau und Unterhalt des Stromnetzes. Dazu gehören Feldaufnahmen, Berechnungen, Abstimmungen mit Gemeinden und die Begleitung von Bauprojekten.
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