«Strom liefert Energie für den Alltag, für unser Tun, für das Leben.»
Pfuslieferant – Daniel Spring über seine Arbeit als Netzmonteur Strom bei der IBL
Wasser, Abwasser, Telekommunikation, Fernsehen, Fernwärme, Strom: unter unseren Füssen kommt so einiges zusammen, ohne dass wir Notiz davon nehmen. Ausser, es passiert etwas! Denn bei solch einem dicht geflochtenen Netz kann es durchaus vorkommen, dass bei Bauarbeiten die eine oder andere Leitung beschädigt wird.
Heiterefahne, Stromunterbruch! Wir wissen alle, was das bedeutet: Licht aus, TV aus, Internet aus, Kühlschrank aus, Tiefkühler aus. Wenn der Strom in Wohnung oder Büro nicht durch das Zurücksetzen der Sicherung zum Fliessen gebracht werden kann, gelangen ich und meine Kollegen zum Einsatz. Als Netzmonteure sind wir verantwortlich dafür, dass der Strom vom Unterwerk zur Hauptsicherung der Liegenschaft gelangt. Nach einem Zwischenfall genauso wie nach der Verlegung neuer Leitungen oder geplanten Neuanschlüssen. Niemand sitzt schliesslich gerne im Dunkeln.
Wenn es dunkel wird
Apropos dunkel: Müssen wir den Strom in einem Quartier mit Grosskunden – etwa Restaurants – gezielt abschalten, legen wir solche Arbeiten häufig in die Nacht. Damit die Pizzeria am Abend weiterhin Pizzas backen kann. Anders sieht es natürlich bei Unterbrüchen aus, die nicht geplant und fremdverschuldet sind.
Denn Stromausfälle nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse von uns Menschen. Zum Glück sind totale Blackouts in unserer Region aber auch äusserst selten.
Fällt der Strom einmal in einem Quartier aus, fährt unser Pikettdienst sofort zum Ort des Geschehens, um die Ursache zu eruieren. In den allermeisten Fällen wurde das Kabel im Zuge von Bau- und Grabungsarbeiten beschädigt – einmal nicht aufgepasst, schon hat die Baggerschaufel eine Leitung verschoben oder aufgerissen! Da muss man nicht lange suchen, kann sofort mit der Reparatur beginnen. Es gibt aber auch Unterbrüche, die lassen sich von blossem Auge nicht orten.
Dann müssen die Spezialisten mit ihren Ortungsgeräten ran und das kann dann halt dauern. Mittels provisorischer Anschlüsse und Überbrückung stellen wir, wenn möglich, die Versorgung schnellstmöglich wieder her. Damit die Leute rasch wieder kochen, arbeiten oder TV schauen können.
Die Arbeit hinter der Versorgung
Wir Netzmonteure sind eher die Männer und Frauen fürs Grobe, das unterscheidet uns von den Elektroinstallateuren, die sich um die elektrischen Anlagen in Ihrem Gebäude kümmern, die Beleuchtung etwa, aber auch Kommunikations- und Sicherheitssysteme. Wir hingegen bauen, warten und reparieren die grossen Kabelanlagen und Transformatoren, um die Energieversorgung zwischen Kraftwerken, Verteilstationen und Ihrem Zuhause sicherzustellen.
Haben Sie übrigens gewusst, dass der Strom mit 16’000 Volt in der Trafostation ankommt, hier auf 400/230 Volt transformiert und dann zu Ihrem Haus geführt wird?
Und so kommt er dann bei Ihnen Zuhause aus der Steckdose.
Faszination und Verantwortung
Also ich finde Strom unglaublich faszinierend. Er liefert Energie für den Alltag, für unser Tun, für das Leben. Vor Strom sollte man aber auch stets Respekt haben.
Denn man sieht, hört und riecht ihn ja nicht – und wenn doch, dann ist es meist zu spät. Diesen Satz vernehmen unsere Lehrlinge von mir wieder und wieder. Insofern hat der Begriff Versorgungssicherheit für mich auch eine doppelte Bedeutung.
Zum einen hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit unserer Netze und der Abdeckung des Strombedarfs der Bevölkerung, zum anderen aber auch mit Blick auf den – eben: sicheren – Umgang mit ihm.
Energie auch nach Feierabend
Nach Feierabend und an den Wochenenden «tauche» ich gerne in meine Hobbies ein. Das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes: Schwimmen, Fischen, Pontoniersport – Hauptsache im, am oder auf dem Wasser!
Dass Strom und Wasser sich naturgemäss spinnefeind sind, kümmert mich in diesem konkreten Fall wenig. Ich sehe es eher so: Gegensätze ziehen sich eben an.
In der Trafostation mit Daniel Spring
Ein Tipp von Daniel Spring
Hände weg vom Tiefkühler, wenn der Strom ausfällt. Die modernen Geräte halten die Gefriertemperatur gut und gerne 24 Stunden aufrecht, damit die Lebensmittel auch bei einem Stromunterbruch keinen Schaden nehmen. Wird die Tür geöffnet, verpufft dieser Effekt.
Tipps rund um Strom, Energie und Versorgung
Häufige Fragen zur Stromversorgung in Langenthal
Strom wird in Kraftwerken – zum Beispiel aus Wasser, Sonne oder Wind – erzeugt und über Hochspannungsleitungen transportiert. In Umspannwerken und Trafostationen wird die Spannung schrittweise auf Niederspannung von 230/400 Volt umgewandelt. Danach gelangt der Strom über Kabel im Boden bis zum Hausanschluss und von dort in die Gebäudeinstallation.
In einer Trafostation wird die Spannung des Stroms umgewandelt, damit er sicher weiterverteilt werden kann. Sie ist ein zentraler Knotenpunkt im Stromnetz.
Das Stromnetz verbindet Kraftwerke, Trafostationen und Haushalte miteinander. Damit die Versorgung zuverlässig funktioniert, braucht es ein dichtes und gut gewartetes Leitungsnetz.
Netzmonteure und Fachpersonen arbeiten täglich daran, dass das Stromnetz funktioniert. Sie bauen, warten und reparieren Leitungen und Anlagen.
Bei einem Stromausfall ist der Pikettdienst im Einsatz. Die Ursache wird schnellstmöglich gesucht und behoben, damit die Versorgung wieder hergestellt werden kann.
Ein grossflächiger Stromausfall ist grundsätzlich nie ganz auszuschliessen. In der Schweiz ist die Stromversorgung jedoch sehr stabil und wird laufend überwacht und abgesichert. Damit es gar nicht erst zu grösseren Ausfällen kommt, wird das Netz kontinuierlich gewartet und weiterentwickelt.
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