Heizungsersatz: Welche Lösung passt zu Ihrem Zuhause?
Viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer stehen vor genau diesen Fragen. Unser Energieberater beantwortet die fünf wichtigsten Fragen verständlich und praxisnah und gibt Ihnen eine erste Orientierung.
Oder möchten Sie Ihre persönliche Situation direkt besprechen? Am Energietreff erhalten Sie die Möglichkeit, sich zum Thema Heizungsersatz zu informieren, Fragen zu stellen und konkrete nächste Schritte kennenzulernen. Der Energietreff ist eine persönliche Eventreihe der IBL. In kleiner Runde erhalten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer verständliche Informationen, fachliche Einordnung und die Möglichkeit, individuelle Fragen direkt mit der Energieberatung zu besprechen.
Ablauf & Rahmen
Der Energietreff – Antworten für Ihr Zuhause findet in persönlichem Rahmen bei der IBL statt und bietet Ihnen Raum für Information, Austausch und individuelle Fragen.
- Ort: IB Langenthal AG, Talstrasse 29 in Langenthal
- Datum: 12. Mai 2026
- Teilnehmende: beschränkte Anzahl Plätze / kleine Gruppe
Ablauf des Abends:
- 18.00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmenden
- 18.15 Uhr: Start Anlass
- 19.15 Uhr: Offene Fragerunde
- anschliessend: Apéro und persönlicher Austausch in der Kundenzone der IBL
Inhalt:
Beim Energietreff erhalten Sie einen kompakten Überblick zum Thema Heizungsersatz.
Gemeinsam mit unserem Energieberater sowie externen Expert*innen beleuchten wir die wichtigsten Fragen:
- Welche Lösung passt zu meinem Haus?
- Was kostet mich ein Heizungsersatz wirklich?
- Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
- Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen und Ihre persönliche Situation zu besprechen.
Jetzt Platz sichern und Klarheit gewinnen.
Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl Plätze ist jedoch beschränkt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Anmeldeschluss ist der 5. Mai 2026.
Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung in jedem Fall in den nächsten Tagen eine Rückmeldung von uns. Entweder mit einer Teilnahmebestätigung oder einer kurzen Absage, falls der Anlass bereits ausgebucht ist.
Fünf Fragen zum Heizungsersatz – beantwortet von unserem Energieberater Michael Schweizer
Meine Heizung läuft noch einwandfrei. Warum sollte ich mich jetzt damit beschäftigen?
Das grösste Risiko ist ein Ausfall im Winter. Dann bleibt oft nur eine schnelle Notlösung. Wer frühzeitig plant, hat Zeit, die beste Lösung zu wählen. Zudem werden die gesetzlichen Anforderungen strenger, und fossile Heizungen geraten zunehmend unter Druck.
Wärmepumpe, Pellets oder Fernwärme, was ist die richtige Lösung für mein Haus?
Es gibt keine Standardlösung. Eine Wärmepumpe ist in vielen Fällen ideal, benötigt aber passende Voraussetzungen. Pellets oder Fernwärme können je nach Situation ebenfalls sinnvoll sein. Genau dafür gibt es die Impulsberatung „erneuerbar heizen“. Sie zeigt auf, welche Lösung konkret zum Gebäude passt.
Die Investition ist hoch. Lohnt sich ein Heizungsersatz finanziell wirklich?
Ja, wenn man das Gesamtbild anschaut. Fossile Energien werden durch steigende CO₂-Abgaben kontinuierlich teurer. Moderne Systeme haben tiefere Betriebskosten und sind weniger von Preisschwankungen betroffen. Zusätzlich steigt der Wert der Immobilie.
Welche Rolle spielen gesetzliche Vorgaben beim Heizungsersatz?
Eine wichtige. Viele Kantone verschärfen die Regeln im Rahmen der MuKEn (Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich). Das bedeutet: Beim Ersatz fossiler Heizungen müssen oft zusätzliche Anforderungen erfüllt werden, zum Beispiel ein Anteil erneuerbarer Energie. Wer frühzeitig plant, hat hier deutlich mehr Spielraum.
Was sind die ersten Schritte, wenn ich meine Heizung ersetzen möchte?
Zuerst lohnt sich ein Blick auf das Gebäude als Ganzes. Ein GEAK Plus ist besonders bei älteren Liegenschaften sinnvoll, bei denen die Gebäudehülle noch nicht optimal ist. Er zeigt auf, wo energetische Schwachstellen liegen und welche Massnahmen sinnvoll sind.
Wichtig ist auch: Bereits umgesetzte Massnahmen wie neue Fenster oder eine bessere Dämmung senken den Wärmebedarf. Das hat direkten Einfluss auf die neue Heizung – sie kann kleiner dimensioniert werden, was Kosten spart und die Effizienz verbessert.
Ergänzend dazu hilft eine unabhängige Beratung, wie die Impulsberatung „erneuerbar heizen“, um die passende Lösung zu definieren und den nächsten Schritt gezielt anzugehen.
Michael Schweizer
Leiter Energiedienstleistungen, IB Langenthal AG
Unser Energieberater Michael Schweizer begleitet seit vielen Jahren Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei Fragen rund um den Heizungsersatz. Er kennt die typischen Herausforderungen aus der Praxis und zeigt auf, welche Lösungen langfristig sinnvoll sind.
Sein Anspruch: Orientierung geben, individuelle Fragen ernst nehmen und gemeinsam Lösungen finden, die langfristig Sicherheit schaffen.
Sie haben bereits jetzt eine konkrete Frage?
Der Energietreff bietet Raum für Austausch und Orientierung.
Wenn Sie vorab etwas klären möchten, erreichen Sie Michael Schweizer hier.
Was möglich ist, zeigen konkrete Beispiele aus der Praxis:
Ein Heizungsersatz ist immer individuell. Umso hilfreicher ist es, Einblicke in vergleichbare Ausgangslagen zu erhalten. Die folgenden Praxisbeispiele zeigen, wie unterschiedliche Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer den Weg zu einer neuen Heizlösung angegangen sind.
Die Referenzen zeigen, dass es nicht die eine richtige Lösung gibt, sondern Lösungen, die zum jeweiligen Haus und zur Lebenssituation passen.
Ausgangslage
Einfamilienhaus Baujahr 1961 mit weitgehend ursprünglicher Gebäudehülle. Ölheizung und Elektroboiler entsprachen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Hoher Energieverbrauch von rund 25’000 kWh pro Jahr für Heizung und Warmwasser.
Herausforderung
Hohe Wärmeverluste durch ungedämmte Gebäudehülle (Dach, Wände, Kellerdecke). Gleichzeitig bestand der Wunsch nach einer nachhaltigen, zukunftssicheren Lösung mit reduziertem Energieverbrauch und weniger CO₂-Ausstoss.
Umsetzung
Ganzheitliche Sanierung basierend auf dem GEAK Plus:
– Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke
– Ersatz aller Fenster
– Umstellung auf Luft/Wasser-Wärmepumpe
– Photovoltaikanlage (12.75 kWp)
Durch die ganzheitliche Betrachtung konnte der Wärmebedarf stark reduziert und die Heizung optimal dimensioniert werden.
Ergebnis
– Reduktion des Heizenergiebedarfs um rund 90 %
– Senkung der Energiekosten (6’100 auf ca. 1’400 pro Jahr)
– CO₂-Emissionen praktisch auf null reduziert
– Verbesserung der Energieeffizienz von Klasse F/G auf A
Das Gebäude erreicht heute eine sehr hohe Energieeffizienz und ist langfristig wirtschaftlich und nachhaltig aufgestellt.
Ausgangslage
Einfamilienhaus Baujahr 1960 mit teilweiser Sanierung (einzelne Fenster bereits ersetzt). Beheizung mit Gas (ca. 22’000 kWh/Jahr) sowie zusätzlichem Stromverbrauch von rund 5’800 kWh. Gebäudehülle nur gering gedämmt und entsprechend hoher Energiebedarf.
Herausforderung
Hoher Energieverbrauch und steigende Betriebskosten durch fossile Energie. Gleichzeitig war die Gebäudehülle nur teilweise verbessert, wodurch weiterhin relevante Wärmeverluste bestanden. Ziel war eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung ohne vollständige Gesamtsanierung.
Lösung & Vorgehen
Umsetzung der Variante A aus dem GEAK Plus:
– Ersatz der Gasheizung durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe
– Integration der Warmwasseraufbereitung über die Wärmepumpe (mit Solarthermie-Unterstützung)
– Ersatz der bestehenden Fenster
Fokus lag bewusst auf den grössten Hebeln mit überschaubarer Investition.
Ergebnis
– Reduktion des Endenergiebedarfs um rund 60 %
– Deutlich tiefere Betriebskosten durch Wegfall von Gas
– Markante Senkung der CO₂-Emissionen
– Gute Effizienzsteigerung ohne umfassende Sanierung der Gebäudehülle
Die Lösung zeigt: Bereits mit gezielten Massnahmen lässt sich eine grosse Wirkung erzielen – ohne das Gebäude komplett zu sanieren.
Referenz 1
Ganzheitliche Sanierung eines Einfamilienhauses aus den 1960er-Jahren
Referenz 2
Heizungsersatz mit gezielten Massnahmen in einem Einfamilienhaus aus den 1960er-Jahren
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