Gasausstieg in Langenthal
Was ab 2040 für Sie gilt
Ihre Gasversorgung bleibt bis 2040 sicher. Sie müssen jetzt nichts überstürzen.
Die IBL fährt gemeinsam mit der Stadt Langenthal die fossile Gasversorgung ab 2040 schrittweise zurück. Jede betroffene Liegenschaft erhält mindestens zwei Jahre vor der Stilllegung eine schriftliche Information mit dem genauen Termin. Auf dieser Seite finden Sie den Zeitplan, die wichtigsten Antworten und den Weg zu Ihrer neuen Heizlösung.
Warum wir aus der Gasversorgung aussteigen
Die Gasversorgung verursacht CO₂-Emissionen, die den Klimazielen von Bund, Kanton und Stadt widersprechen. Gleichzeitig wechseln immer mehr Kundinnen und Kunden freiwillig auf Wärmepumpen oder Holzheizungen. Die Nachfrage nach Gas sinkt, und der Betrieb des Netzes wird zunehmend unwirtschaftlich.
Grundlage ist der 2023 vom Gemeinderat genehmigte Richtplan Energie der Stadt Langenthal. Er verlangt, den Wärmebedarf im Gebäudebereich um 20 % zu senken und den Anteil erneuerbarer Wärme bis 2035 auf mindestens 70 % zu erhöhen. Um das Ziel Netto-Null bis 2050 zu erreichen, geht der Umbau danach weiter. Als Unternehmen im Besitz der Stadt verfolgt die IBL die gleichen Ziele.
Erneuerbare Gase stehen voraussichtlich nicht in ausreichender Menge und zu vertretbaren Preisen für Haushalte und Gewerbe zur Verfügung. Für industrielle Anwendungen können sie künftig eine Alternative sein.
Der Zeitplan
Die Stilllegung erfolgt gestaffelt über mehrere Jahre. Wann Ihre Liegenschaft betroffen ist, hängt von technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren ab. Neue Meilensteine ergänzen wir hier.
Die Gasversorgung wird gestaffelt über mehrere Jahre stillgelegt. Bis zum Schluss wird die IBL für die nötige Sicherheit sorgen.
Sie werden mindestens zwei Jahre vor der Stilllegung Ihres Anschlusses schriftlich über den Zeitpunkt informiert.
Die Detailplanung läuft. Ihre Versorgung bleibt sicher.
Am 2. Dezember 2025 haben wir Kundinnen und Kunden an einem Informationsanlass über Hintergründe und nächste Schritte informiert.
Alle Gaskundinnen und Gaskunden haben einen Brief mit Flyer erhalten. Am selben Tag ging diese Seite online.
In sechs Schritten zu Ihrer neuen Heizung
Frühzeitig planen
Steht in den nächsten Jahren ein Heizungsersatz oder eine Sanierung an, prüfen Sie jetzt die Alternativen.
Beraten lassen
Für den Umstieg stehen Ihnen verschiedene Beratungsangebote zur Verfügung. Unsere Energieberatung ist eine davon: Als Dienstleistung klären wir mit Ihnen, welche erneuerbare Lösung zu Ihrer Liegenschaft passt.
Förderbeiträge nutzen
Für erneuerbare Heizsysteme gibt es Fördergelder, alle Programme finden Sie auf energiefranken.ch. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn eingereicht und bewilligt sein.
Heizungsersatz melden
In der Regel braucht es ein Baugesuch via eBau. Auch baubewilligungsfreie Wechsel melden Sie via eBau. Oft übernimmt das Ihre Installationsfirma.
Heizung und Gasgeräte ersetzen
Rückbau nur durch einen Fachbetrieb. Denken Sie auch an Kochherd, Backofen und Durchlauferhitzer.
Gaszähler ausbauen lassen
Sind alle Gasgeräte ersetzt, meldet sich Ihre Installationsfirma bei uns. Wir bauen den Zähler aus und plombieren Ihren Anschluss.
Welche Heizung passt zu Ihrem Haus?
Die IBL ermutigt Sie, sich frühzeitig mit alternativen Wärmelösungen auseinanderzusetzen. Jede Liegenschaft ist anders, deshalb lohnt sich eine individuelle Beratung.
Für den Umstieg auf eine erneuerbare Heizlösung stehen Ihnen verschiedene Beratungsangebote zur Verfügung. Unsere Energieberatung ist eine davon: Wir begleiten Sie von der ersten Idee bis zur Umsetzung.
Haben Sie Fragen rund um die Gasstilllegung?
Ob Fragen zum Zeitplan, zu Alternativen oder zum Vorgehen: Schreiben Sie uns. Wir kümmern uns um Ihr Anliegen und geben Ihnen die nötigen Informationen.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen – Information für Gaskunden
Als Ersatz bieten sich insbesondere Wärmepumpen (Luft- und Grundwasser mit Erdwärmesonden), Holzheizungen (z. B. Pellets) oder ein Anschluss an das Fernwärmenetz an. Welche Lösung passt, hängt von der Liegenschaft und den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden ab. Die Energieberatung Oberaargau, die Energieberater der IBL sowie weitere private Anbieter bieten entsprechende Beratungsdienstleistungen an.
In Langenthal wird das Fernwärmenetz schrittweise ausgebaut. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen wird voraussichtlich nur ein Teil der Liegenschaften angeschlossen werden können. Kundinnen und Kunden mit Anschlussmöglichkeit werden von der IBL aktiv informiert.
Ja. In allen bisher versorgten Stadtteilen und Gemeinden ist die Versorgung bis mindestens 2040 sichergestellt. Auch während der schrittweisen Stilllegung der Gasversorgung sorgt die IBL bis zum Schluss für die erforderliche Sicherheit.
Üblicherweise wird ein Gasherd durch einen Elektroherd mit Glaskeramik- oder Induktionskochfeld ersetzt, ein Gasbackofen durch einen Elektrobackofen.
Die Kosten sind von der Eigentümerschaft zu tragen. Aufgrund der Ankündigung mindestens 15 Jahre vor der Stilllegung kann davon ausgegangen werden, dass in diesem Zeitraum die Gasheizung und die anderen Gasgeräte das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und somit ein (Heizungs-)Ersatz fällig wird. Der Ersatz muss entsprechend nicht früher erfolgen als ohne Stilllegung der Gasversorgung.
Angesichts des Klimawandels übernehmen die Stadt Langenthal und die IBL Verantwortung. Mit dem Gasausstieg setzen sie konkrete und wirksame Massnahmen um, wie sie im städtischen Richtplan Energie festgelegt sind. Ziel ist es, die energie- und klimapolitischen Vorgaben von Bund, Kanton und Stadt umzusetzen und die Wärmeversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die Gasversorgung bleibt bis 2040 sicher. Der Ausstieg erfolgt gestaffelt über mehrere Jahre. Sobald feststeht, wann Ihre Liegenschaft betroffen ist, informieren wir Sie frühzeitig.
Sie müssen nichts überstürzen. Wenn jedoch in den nächsten Jahren ein Heizungsersatz oder eine grössere Sanierung geplant ist, lohnt es sich, frühzeitig Alternativen zu prüfen. Unsere Energieberatung unterstützt Sie dabei.
Auch Gasherde, Backöfen oder Durchlauferhitzer müssen bis zur Stilllegung ersetzt werden. Elektrogeräte wie Induktions- oder Glaskeramikherde sind eine gängige Alternative.
Sie erhalten alle wichtigen Informationen schriftlich, frühzeitig vor der Umstellung. Zusätzlich informieren wir laufend auf dieser Website und bei Bedarf persönlich vor Ort.
Ja. Unsere Energieberatung hilft Ihnen bei der Wahl einer passenden, erneuerbaren Lösung. Vereinbaren Sie einen Termin online oder telefonisch.
Die Detailplanung der Ausserbetriebnahme und nachfolgender Stilllegung der Gasversorgung erfolgt in den nächsten Jahren. Die Kundinnen und Kunden werden mindestens zwei Jahre vor der Stilllegung detailliert informiert.
Die IBL steht noch am Anfang des Planungsprozesses und kann daher nicht für jede Liegenschaft schon den genauen Stilllegungszeitpunkt voraussagen. Die Kundinnen und Kunden werden mindestens zwei Jahre vor der Stilllegung detailliert informiert
Nein. Die Ausserbetriebnahme (= Plombierung des Gasanschlusses) wird durch die IBL finanziert.